CoachingFriends GbR · Stand: 10. September 2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen der CoachingFriends GbR, Johannisbergstraße 26, 35745 Herborn (nachfolgend „Anbieter“) und dem Kunden bzw. der Kundin.
Das Angebot des Anbieters richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB werden nicht Vertragspartner. Unternehmer im Sinne dieser AGB ist jede natürliche oder juristische Person oder rechtsfähige Personengesellschaft, die bei Abschluss des Vertrags in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handelt.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Anbieter betreibt ein Coachingprogramm für Coaches und angehende Coaches. Der Leistungsumfang umfasst insbesondere:
- Zugang zu einem 10-monatigen Coachingprogramm mit 10 digitalen Treffen (Workshops, Gruppen-Coachings, Webinare, Training und vergleichbare Formate)
- Begleitung in Intervisionsgruppen sowie fachliche Impulse im Rahmen der Treffen
- Möglichkeit zur Buchung eines Präsenztreffens als Zusatzleistung gegen gesonderte Kosten
Der genaue Inhalt ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot oder der Leistungsbeschreibung. Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Erfolg. Coaching ist ein individueller Entwicklungsprozess.
§ 3 Vertragsabschluss und Mindestteilnehmerzahl
Der Vertrag kommt durch Annahme des Angebots bzw. durch schriftliche oder elektronische Bestätigung zustande.
Mit Vertragsschluss bestätigt der Kunde, Unternehmer im Sinne des § 14 BGB zu sein und die Leistungen ausschließlich für seine selbständige berufliche Tätigkeit in Anspruch zu nehmen. Beim Vertragsschluss ist vom Kunden zusätzlich schriftlich oder elektronisch zu bestätigen: „Ich bestätige, dass ich Unternehmer bin und die Leistungen für meine selbständige oder berufliche Tätigkeit nutze.“
Die Durchführung des Programms setzt eine Mindestteilnehmerzahl von 10 Personen voraus. Der Anbieter bestätigt dem Kunden spätestens zwei Wochen vor dem Starttermin die Durchführung. Wird die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, findet das Angebot nicht statt. Der Vertrag kommt in diesem Fall nicht zustande; bereits gezahlte Beträge werden vollständig zurückerstattet. Weitergehende Ansprüche des Kunden bestehen nicht.
§ 4 Leistungen des Anbieters
Der Anbieter erbringt die vereinbarten Dienstleistungen während der Vertragslaufzeit. Inhalt, Ablauf und Methoden des Coachings können vom Anbieter angepasst werden, soweit der Vertragszweck nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
Der Anbieter schuldet keinen bestimmten Erfolg. Coaching ist ein Prozess, dessen Ergebnis wesentlich von der Mitwirkung des Kunden abhängt.
Fachvorträge externer Referentinnen und Referenten werden aufgezeichnet und den Teilnehmenden für 24 Monate nach dem jeweiligen Termin online zur Verfügung gestellt, sofern der oder die jeweilige Referierende der Aufzeichnung und Bereitstellung zustimmt. Ein Anspruch des Kunden auf Aufzeichnung oder auf eine bestimmte Verfügbarkeitsdauer besteht nicht. Aufzeichnungen sind ausschließlich für den persönlichen Gebrauch der Teilnehmenden während und nach der Vertragslaufzeit bestimmt; eine Weitergabe an Dritte oder eine Veröffentlichung ist nicht gestattet.
Der Austausch in den Intervisionsgruppen wird nur aufgezeichnet, wenn alle daran Beteiligten zuvor zugestimmt haben. Die Zustimmung kann jederzeit für künftige Termine widerrufen werden.
§ 5 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde ist verpflichtet, alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen vollständig und rechtzeitig bereitzustellen sowie an den vereinbarten Terminen teilzunehmen und aktiv mitzuwirken.
Unterbleibt eine erforderliche Mitwirkung und ist dadurch die Leistungserbringung beeinträchtigt, behält der Anbieter den Anspruch auf die vereinbarte Vergütung; gegebenenfalls entstehende Ausfallkosten oder Mehraufwand können zusätzlich in Rechnung gestellt werden.
§ 6 Vergütung und Zahlungsweise
Der Kunde zahlt für die Inanspruchnahme der Leistungen des Anbieters 69 € pro Monat inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer (57,98 € netto zuzüglich 19 % USt). Bei einer Laufzeit von 10 Monaten beträgt der Gesamtbetrag 690 € inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Abgerechnet wird in den Monaten, in denen eine Veranstaltung stattfindet; für Monate ohne Veranstaltung fällt kein Beitrag an. Die Zahlung erfolgt jeweils zu Beginn des betreffenden Monats im Voraus. Rechnungen sind innerhalb von 7 Tagen nach Zugang ohne Abzug zahlbar.
Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, Verzugszinsen in Höhe von 9 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz (§ 288 Abs. 2 BGB) sowie eine Pauschale von 40 € zu berechnen. Zusätzlich können Mahngebühren von 5 € pro Mahnung erhoben werden.
Zusatzleistungen: Das Präsenztreffen kann separat gebucht werden. Der Preis ergibt sich aus der aktuellen Leistungsbeschreibung.
§ 7 Vertragslaufzeit
Der Vertrag hat eine feste Laufzeit von 10 Monaten und umfasst 10 Treffen. Er endet automatisch mit Ablauf der Laufzeit. Eine automatische Verlängerung findet nicht statt. Einer Kündigung zum Laufzeitende bedarf es daher nicht.
Eine vorzeitige ordentliche Kündigung ist ausgeschlossen. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Alle Mitteilungen im Rahmen einer Kündigung oder sonstiger Vertragsänderungen müssen in Textform erfolgen.
§ 8 Aufrechnung und Abtretung
Der Kunde ist zur Aufrechnung nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen berechtigt. Eine Abtretung von Ansprüchen des Kunden gegen den Anbieter an Dritte ist ausgeschlossen.
§ 9 Vertraulichkeit und Datenschutz
Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit erlangten vertraulichen Informationen geheim zu halten. Der Kunde darf Unterlagen, Materialien oder Konzepte des Anbieters nicht an Dritte weitergeben.
Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen (DSGVO, BDSG). Nähere Informationen enthält die Datenschutzerklärung des Anbieters.
§ 10 Höhere Gewalt
Der Anbieter haftet nicht für Nichterfüllung oder verspätete Erfüllung von Verpflichtungen, die durch Ereignisse höherer Gewalt verursacht werden. Als höhere Gewalt gelten insbesondere Naturkatastrophen, Krieg, Terroranschläge, Pandemien, staatliche Maßnahmen oder sonstige unvorhersehbare Ereignisse, die der Anbieter nicht zu vertreten hat.
Der Anbieter kann in solchen Fällen die Leistung vorübergehend aussetzen oder den Vertrag einvernehmlich anpassen.
§ 11 Haftung
Unbeschränkte Haftung. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Anbieters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
Begrenzte Haftung bei leichter Fahrlässigkeit. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf.
Ausschluss weiterer Haftung. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und sonstige Folgeschäden ist ausgeschlossen, sofern nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt wurde.
Gesellschafterhaftung. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Die persönliche Haftung der Gesellschafter bleibt unberührt, soweit sie nach gesetzlichen Vorschriften nicht wirksam beschränkt werden kann.
Hinweis auf Leistungsumfang. Das Coaching stellt keine psychotherapeutische, medizinische oder rechtsberatende Leistung dar. Für Entscheidungen, die der Auftraggeber auf Grundlage des Coachings trifft, übernimmt der Anbieter keine Verantwortung.
§ 12 Urheberrechte
Alle vom Anbieter bereitgestellten Unterlagen, Konzepte und Materialien sind urheberrechtlich geschützt. Der Kunde erhält ein einfaches Nutzungsrecht für die Dauer des Vertrags. Eine Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet.
§ 13 Änderungen der AGB
Der Anbieter behält sich vor, diese AGB einseitig zu ändern. Änderungen werden dem Kunden mindestens 4 Wochen vor Inkrafttreten per E-Mail oder Post mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 2 Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert.
§ 14 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand für Kaufleute ist Herborn.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, tritt an ihre Stelle die gesetzliche Regelung. Die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen bleibt unberührt.